Der Rio Esera
Strecke von Campo bis Bessians
- Die Tour beginnt ungefähr bei Flußkilometer 43 ca. 1 km oberhalb von Campo am besten auf dem Gelände eines verlassenen Campingplatzes. Die Stelle, an der wir die Autos abgestellt hatten, war nicht so optimal, da die Auffahrt zur Straße sehr steil und teilweise unbefestigt ist und vor allem die Spanier außerdem in die unübersichtliche Kurve rasen, als handle es sich um eine Autobahn…
Auf den ersten Kilometern fließt der Esera durch ein offenes Flußbett fast völlig ohne Hindernisse, die Schwierigkeiten gehen nicht über WW II-III hinaus, auch wenn einige Schwälle durchaus wuchtig sind.




Erst ab dem Ort Murillo de Liena, den man links oben liegen sehen kann, fangen die eigentlichen Schwierigkeiten an: die "Pyramiden". Eine Felsformation, die die Spanier so genannt haben, weil die großen Blöcke im Fluß ansatzweise die Form von Pyramiden haben. Die Stelle läßt sich zwar von oben fast komplett überblicken, man bekommt aber keinen wirklich realistischen Eindruck von den Schwierigkeiten.

Die Kehrwässer sehen harmlos aus, haben es aber in sich, außerdem sind an den Blöcken einige Siphone! Ein paar von uns sind die Strecke gefahren, die anderen – auch ich - haben sie umtragen – allerdings sehr mühsam - auf der linken Seite.
Danach muß man auch weiterhin mit Überraschungen rechnen. Aus dem Nichts tauchen Prallwände und Schwälle auf, so daß niemals Langeweile aufkommt bis der Ausstieg in Bessians vor einer alten Römerbrücke auf der linken Seite erreicht ist. Hier führt ein befestigter Weg nach oben zur Straße.
Wir haben die Boote noch einen kleinen Umweg über die alte Römerbrücke getragen… Parken kann man die Autos von der Hauptstraße Richtung Graus kommend, wenn man scharf rechts in den Ort Bessians abbiegt, über die Brücke fährt und dann links abbiegt. Dort befindet sich ein kleiner Platz mit einer LKW-Waage.
Wir hatten tolles Wetter und der Bach hatte genau den richtigen Wasserstand – Mittelwasser – besser ging’s nicht.

Zusammenfassend: Der Esera ist ein Bach für Fortgeschrittene und Wuchtwasserliebhaber, die aber auch nicht auf spannende Verblockungspassagen verzichten wollen. Einziger Wermutstropfen sind die Siphone, die die Pyramiden gefährlich machen. Ansonsten gab es keine fiesen Überraschungen auf der Strecke.
Bericht: Martina
Fotos: Hannes und Martina
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