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Erfahrungsbericht Kober Scorpion EFC mit Ergoschaft
geschrieben von Andy Klotz, erstellt am 20.08.2009

Erfahrungsbericht Kober Scorpion EFC mit Ergoschaft

 

 - Beim Kober Scorpion EFC handelt es sich um ein ENTIRE-FOAM-CORE (EFC) Paddel mit einem leichten Side Cut und Vollkarbonschaft.

Du kannst zwischen vielen Kombinationsmöglichkeiten wählen. Zwei Blattgrößen (M + L) stehen zur Auswahl, wobei das L-Blatt jeweils circa vier mm mehr Fläche an Ober- und Unterkante hat als das M-Blatt. Gefahren habe ich das M-Blatt, welches einen durchaus kräftigen Druckaufbau zulässt. Ich denke, für das L-Blatt müsste ich wohl erst einmal meinen Oberarmumfang deutlich vergrößern. Macht aber bestimmt Sinn für Paddler mit den entsprechenden auftrainierten Voraussetzungen.

Den Schaft gibt es in gerader (L 30 mm, M 29 mm) und ERGO Ausführung. Die Blätter sind mit dem Schaft verklebt und es lassen sich Längen von 191 bis 204 in 3-cm Schritten realisieren. Sonderwünsche sind wohl auf Anfrage auch möglich. Die Blattschränkung ist beliebig wählbar, Standard sind 45 Grad in rechts- oder linksgedreht.

Der ERGO-Schaft ist in der Mitte mit einer innen liegenden Karbonhülse verklebt. Ich habe diese Variante und konnte hier keinerlei Stabilitätseinbußen feststellen. Mit ERGO-Schaft wiegt das Blatt ca.1045g, mit geradem Schaft ca 980g.

Nun zur Technik:

Das EFC (ENTIRE-FOAM-CORE) Paddelblatt besteht aus einem Vollschaumkern, der das Volumen im Blatt und somit den Auftrieb erhöht.

Ein weiterer Vorteil diese Herstellungstechnik ist der sehr gleichmäßige Blattquerschnitt ohne störende Rillen und Kanten. Das ermöglicht ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten. Man hört es schon beim Eintauchen: bei richtiger Technik nämlich nix.......(getestet auf dem Isar-Seitenkanal also in ruhigem Wasser) Kein störendes Flattern, perfekter Zug am Blatt.img_7475_500

 

SIDE CUT

Bei dem Side Cut handelt sich um ein aus der Mitte der Schaftachse verschobenes Blatt, wodurch sich das Paddel näher am Boot führen lässt. Diese Blattform wurde ursprünglich für den Slalomwettkampf erfolgreich entwickelt, kommt aber auch immer mehr im Wildwasser und vor allem beim Playboaten zum Einsatz. Das Scorpion EFC ist mit einem leichten Side Cut ausgestattet.

img_7477_500


ERGO Schaft

Gestestet habe ich das Paddel mit dem doch immer wieder umstrittenen Ergoschaft. Sicher auch eine Geschmacksfrage, aber ich bin mit dem Handling außerordentlich zufrieden. Die Umstellung vom geraden Schaft war unproblematisch und schnell.

Kober baut Ergoschäfte bereits seit den achtziger Jahren und verfügt hier wohl über einige Erfahrung, was die sinnvolle Umsetzung des Konzeptes angeht. Skeptisch war ich anfangs, was die Konterschläge angeht, aber auch hier war keine ausweichende Blattbewegung erkennbar, da das Blatt neutral zum Schaft angeordnet ist. Genau so wie beim geraden Schaft.

Zusätzlich wird  jedoch der Bewegungsapparat durch die ergonomische Griffposition entlastet. Ganz nebenbei erlaubt der große Griffbereich ein leichtes Verändern der Griffweite beim Paddeln. Sehr angenehm besonders bei längeren Etappen.

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CFK-Vollcarbonschaft

Das Scorpion EFC ist mit einem CFK-Vollcarbonschaft ausgestattet. Dieser macht das Paddel außerordentlich steif, gewiss auch wieder Geschmackssache, aber hierdurch bekommt man auch den Eindruck, die Kraft wird direkter übertragen.  Egal ob beim ERGO oder beim geraden Schaft, die Grifflächen sind ovalisiert, das Paddel liegt immer optimal in der Hand.

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FAZIT:

Beim Kober Scorpion EFC handelt es sich um ein absolutes High-End Wildwasserpaddel, bei dem noch besonders erwähnenswert ist, das die Fertigung sämtlicher Komponenten in Deutschland erfolgt, wodurch die hohe Qualität gewährleistet werden kann.

Diese hat aber auch ihren Preis: Mit geradem Schaft liegt das Paddel bei 385,95 Euro und mit ERGO-Schaft muss man doch satte 579,95 Euro berappen.

Hierfür bekommt man dann allerdings nur das Feinste vom Feinsten, was auch durch seine Langlebigkeit überzeugen sollte.

Getestet wurde ausgiebig auf Isar und Soca bei herrlichstem Wetter und traumhaften Wasserständen.

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Text und Fotos: Andy Klotz

 

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