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Zwei neue Paddel von Galasport im Test - Brut und Talon JRS
geschrieben von Jan-Peter, erstellt am 10.10.2003

Zwei neue Paddel von Galasport im Test - Brut und Talon JRS

Während der Woche in der Ötztal-WG wurden uns von der Firma Kanu-Sport Stahl die den Deutschlandvertrieb für Galasport machen zwei Paddel zum ausgiebigen Testen zur Verfügung gestellt.


Das Brut und Talon JRS

Schonungslos sollten Materialschwächen und –stärken festgestellt werden, die sich beim Befahren unterschiedlichster Wildwasser von Paddlern mit zum Teil deutlich voneinander abweichendem Paddelstil ergeben.

So wurden die Paddel auf Befahrungen der oberen, mittleren und unteren Ötz, der Venter Ache, der Sanna und dem Inn sowohl in der Ardezer Schlucht als auch auf der wuchtigen Tösenser Strecke von mehreren Paddlern ausprobiert und bewertet.


Am zerstörten Schraubenzieher der Sanna bei Superniedrigwasser

Obwohl wir zwei für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipierte Paddel zum Testen bekommen hatten, das Talon JRS in 194cm Länge mit 45° rechtsgedreht als asymmetrisches Rodeo- und Wildwasserpaddel (blau) und das Brut JRS Carbon als Extremwildwasserpaddel in 196 cm Länge und 55° rechtsgedrehter Schränkung (schwarz), erwiesen sich die abendlichen Testberichte in Bezug auf die Stärken und Schwächen der Padddel doch als weitgehend übereinstimmend.


Manni Rabe und Thomas Reiser auf der Unteren Venter kurz nach dem Einstieg

Die größte allerdings materialbedingte Schwäche sahen alle Tester in dem starken Materialabrieb an den Kanten beider Paddel. Es zeigte sich eine deutliche Abrasion an den Unterkanten und im Außenbereich der Blätter, was allerdings auch durch den niedrigen herbstlichen Wasserstand der Flüsse und damit einhergehende häufige Steinberührung herrührt.


Untere Venter Ache - Manni mit dem Talon JRS

Die Vorteile der Paddel überwogen jedoch eindeutig und wurden von allen Testern mehrheitlich bestätigt: Es handelt sich bei beiden Galasport-Blättern um sehr leichte, gut in der Hand liegende Paddel, die aufgrund ihrer Asymmetrie konstruktionsbedingt nicht zum Flattern neigen und ausgewogen in der Hand liegen.

Kurz nach dem Bockschlitz Die Paddel machten auf dem Wasser einen sehr stabilen Eindruck, der Flex ist gut und die Paddel haben (insbesondere das Brut Carbon) ein sehr gefälliges, von einigen sogar als edel bezeichnetes Design. Mit einem Preis von 220 bis 240 Euro bewegen sich die Paddel in der unteren Preisklasse für laminierte Paddel und haben unserer Meinung nach ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.


Im Eingang zur Bobbahn auf der Ardezer

Weitere Infos gibt es bei www.galasport.de


Manni Rabe am Himmelsgucker der Ardezer Schlucht

Jan-Peter © alle Photos von Darko

 

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