| Paddleless Aireal Flatwater Loop (Clean Aireal Floop)
Dieser Move wurde am 19. Oktober 2002 von Cody Howard der Öffentlichkeit
präsentiert (in Form eines Videoclips auf www.huckinhuge.com)
Der zugrunde liegende Move ist der Flatwater Loop oder Floop.
Bisher fehlte jedoch genug Schwung, um den Floop clean, d.h. ohne Paddel zu
fahren, darum wurde der Sprung von einem Startblock als Antrieb genutzt, um
genügend "Pop" zu kriegen.
Für diesen Trick wirst du ein möglichst kurzes, möglichst hochvolumiges
Boot haben wollen.
G-Force 6.3 ist dafür der Hammer, Disco etc gehen aber auch, springen nur
nicht so gut (weniger Volumen im Sitzbereich). Je schwerer man ist, desto mehr
Volumen natürlich, leichte Paddler haben´s evtl. auch leichter (Ich
war mit 72 kg im 6.3 eigentlich unter dem vom Hersteller empfohlenem Gewicht...)
Jetzt folgt die Bilderserie. Den Videoclip zu diesem Move bekommt ihr hier.

Bild 1: Setz dein Boot so auf die Kante des Blocks oder was auch immer du nimmst,
dass du sicher sein kannst, dass es absolut gerade ins Wasser rutscht. Rutsche!

Bild 2: Bleibe in aufrechter Position (nicht nach vorne legen) und halte dich
so (Körperspannung). Um das Gleichgewicht zu halten ist es sinnvoll die
Arme wie bei einem Balanceakt halb zur Seite auszustrecken. Wichtig: Vermeide
es, mit dem Boot zu vertikal einzutauchen. Bist du übervertikal wirst du
stumpf nach vorne kippen, ist dein Winkel zu flach kriegst du keinen "Pop".
Ideal sind etwa 70° zur Wasseroberfläche.

Bild 3: Durch den Schwung tauchst du tief ins Wasser ein. Warte bis das Boot
den tiefsten Punkt erreicht hat und sein Volumen es nach oben beschleunigt.

Bild 4: Sobald die Beschleunigung eintritt musst du das Boot und dich nach vorne
bringen. Du stößt dich dafür sozusagen von deinen Fußstützen
nach vorn ab.

Bild 5: Diese Stelle ist entscheidend dafür, wie dein Loop aussehen wird.
Du stehst in diesem Moment nahezu aufrecht im Boot, springst hoch aus dem Wasser.
Ein steilerer Winkel wird dich in diesem Moment höher heraus bringen, macht
aber auch den restlichen Flip schwieriger. Zu Beginn kann es also einfacherer
sein, nicht zu sehr auf "Air" zu setzen und den Winkel etwas flacher
zu halten.

Bild 7: Wenn dein Boot dann nach vorne/oben schießt, rolle dich blitzartig
ein. Versuche deinen Körper unter das Boot zu bringen, indem du ihn Richtung
Bug schmeißt. Du erzeugst eine Vorrotation. Durch diese Vorwärtsrolle
wirst du automatisch den Bug aus dem Wasser ziehen. Bei genug Schwung ist das
der Moment für AIR!

Bild 8: Der Wendepunkt für den Loop, jetzt geht es rasant Richtung Landung.
Dein Boot hängt jetzt in der Waagerechten über dir in der Luft, während
du den Oberkörper noch nach vorn gebeugt hast. Zeit für das Lösen
der Vorrotation.

Bild 9 und 10: Grob gesagt musst du dich jetzt aus der zusammengerollten Haltung
explosiv wieder Strecken, um das Heck vertikal in Wasser zu bekommen.
Für mich hat die Vorstellung besser funktioniert, mir mein Heck voll gegen
den Rücken zu hauen... ;-), während mein Körper schon im Wasser
blockiert ist. Dadurch bringst du auf jeden Fall das Boot in die Vertikale,
der Bug wird durch die Bewegung hochgerissen, das Heck runter gedreht. So schlägt
das Heck mit Schwung ins Wasser ein.

Bild 11: Du kannst, um den Effekt des Drehens noch zu fördern, deine Hände
als Stütze einsetzen, das erweitert deinen Hebelarm, der benötigt
wird um das Boot weiter zu rotieren.

Bild 12: Der schwierigste Teil des Loops ist überstanden, doch Halt!, bevor
du dir selbst auf die Schulter klopfst, musst du warten, bis dein Boot nach
vorne gekippt ist, solange verharrst du auf dem Heck liegend.

Bild 13: Zieh deinen Oberkörper nach vorn aus dem Wasser um wieder in eine
aufrechte Haltung zu kommen.

Bild 14: DU HAST ES GESCHAFFT!

Bild 15: Lass dir von deinen Kumpels applaudieren.
Effekt: Bestätigung, dass du alles richtig gemacht hast und Stärkung
deines Egos...
Du darfst dich jetzt auch selbst feiern. ;-P
Text: Sven Perschmann
Rider: auch Sven
Fotos: Björn Perschmann
WWCO forever!
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