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Thema: Eskimorolle verbessern - 01.07.2010 21:29
StefanR
soulUser

Ort: Wangen im Allgäu
Boote: Speedo

[überarbeitet am: 01.07.2010 21:32]

Als Kind hatte ich schon mal das Rollen geübt. Nach vielen Jahren hab ich nun am Wochenende einen Kurs besucht, um das Eskimotieren endlich wieder zu lernen.



Im Buch "Eskimorolle leicht gemacht" von Jens Reinhold werden viele Rollenarten beschrieben. Irgendwie sieht aber keine so aus, wie das was ich da produziere :) Außerdem rät er von der Bogenschlagrolle ab und schört auf eine "Rolle nach vorne". Olli Grau schreib dagegen (im KM) "Viel mehr Rolle braucht kein Mensch: Wer die Bogenschlagrolle perfekt und beidseitig kann, kommt überall wieder hoch."



Ehrlich gesagt bin ich nun etwas verwirrt. In welche Richtung sollte ich weiter üben und was für eine Art von Rolle ist das überhaupt, die ich da mache? Ich mache doch keinen richtigen Bogenschlag aber auch keinen Paddelhang und komme nicht ganz hinten aber auch nicht vorne hoch.



Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr mich da etwas aufklären könntet und mal meine Rolle analysieren könntet. Was ist ok und worauf sollte ich beim Üben achten?



Rolle heute auf dem See:


http://www.stefanrohloff.de/temp/018.mpg



Stefan

oberwasser
soulUser

Ort: Montbeliard
Boote: Taifun, T-Canyon, Gattino

[überarbeitet am: 01.07.2010 23:21]

sieht doch schon gut aus! vielleicht noch etwas stärker/ impulsiver die Körperdrehung und beim üben weniger mit dem Paddel - einfach verschiedenste Varianten ausprobieren.


Vieles was zur Rolle geschrieben/gesagt  wurde sind m. E. einfach Dogmen des deutschen Kajaksports - wichtig ist, dass deine Rolle für dich mit deinem Boot funzt.


move on

norbert011
soulUser

Ort: Bamberg
Boote: Cross, Wizard

Hallo Stefan,

kann mich da "oberwasser" nur anschließen, etwas mehr Körperdrehung, sprich Hüftknick, den Aktionsarm weiter strecken, sieht auf Deinem Clip nach einer "halben" Bogenschlagrolle aus...
Wenn Du mit dem klassischen Bogenschlag durchziehst, ladest Du automatisch mit dem Oberkörper in Rücklage auf dem Hinterdeck.

Klar, die "Rolle nach vorn" hat mit Sicherheit im WW Vorteile. Die Bogenschlagrolle bietet gegenüber dem Paddelhang noch zusätzlich Auftrieb. Entscheidend ist aber -finde ich- überhaupt "hoch zu kommen". Wenn Deine "Standartrolle" (am besten beidseitig) sitzt, kannst Du Dich immer noch auf andere Techniken konzentrieren...

Gruß Norbert
Terry
soulUser

Ort: Düren
Boote: Xeno, Speedo, G-force, NRG,(Canadier:)Trip, Outside

Ich finde ebenfalls, dass es schon gut aussieht.

Deine Paddelführung ist gut und sauber. Du setzt da an wo du musst und endest fast da wo du sollst. ;)


Ich gebe oberwasser recht, dass du noch ein wenig an deiner Körperhaltung üben musst. Dein Oberkörper kommt sehr früh nach vorne, verlagert deinen Schwerpunkt dadurch weiter nach außen und du musst eine extreme Körperspannung aufbauen um dagegen zu halten. Das wirkt bei dir sehr steif. Sieht aus wie ein Sit-up. Viel Power rein, hoch pushen und Gewicht nach vorne werfen. Aber du bist ja nicht im Fitnessstudio.
Versuche erst deine Hüfte vorzudrehen und dann den Oberkörper nach zu holen. Dadurch wirst du weniger Kraft brauchen und deine Rolle vereinfachen.


Verlagere deinen Schwerpunkt zum Ende der Rolle weiter nach hinten, nah ran ans Boot. Und mit dem Kopf bleibst du mal möglichst lange im Wasser.

Versuche vielleicht mal deine Hüfte durch Stützen gelenkig zu machen. Kannte dein Boot weit über 90 Grad und stütze dich hoch. Oder eben Wriggen.
Alternativ kannst du natürlich auch die Handrolle üben ;)
Schau dir mal das Video an. Dann weißt du was ich ungefähr meine.
http://www.youtube.com/watch?v=G8NwbsgRcdo
Da ist zwar jetzt auch ne Menge Schwung bei, aber so ungefähr könnte es aussehen.


Und das vermutlich Wichtigste: Ich hoffe du hast dein Boot richtig gefittet, die großen Schenkelstützen und bist groß genug. Wenn du beim Rollen keinen guten Kontakt hast verpufft immer Energie und Kontrolle. Und dann ist nix mit sauber Technik lernen.



Zu der Frage was du wirklich brauchst.

Was fährst du denn? Bis 4 reicht eine Seite. Für Flachwasser reicht deine Rolle schon.
Im schweren Wuchtwasser kann es nicht schaden wenn man auf beiden Seiten rollen kann.


superior
soulUser

Ort: Südstaaten
Boote: Allstar, Habitat

na da hast Du ja schon viel Text als Hilfestellung bekommen, wird auf dem Wasser erst einmal schwer sein danach zu handeln.


Also von mir ein kurzer Tipp, der schon vieles von dem vereint: Schaue einfach auf Dein Aktions-Paddelblatt! Folge mit dem Kopf und Oberkörper (nicht nur mit dem Blick) dem Blatt bis zur Endstellung, dann hast Du automatisch 1.die richtige Oberkörperdrehung und 2.die richtige Ausgangsstellung.

oberwasser
soulUser

Ort: Montbeliard
Boote: Taifun, T-Canyon, Gattino

[überarbeitet am: 02.07.2010 09:52]

Rolle auf beiden Seiten ist auch im leichten WW, bzw. in Spielwalzen ein nice-to-have 


für die nächsten Trainingseinheiten:  unter Wasser erst ein Pause (Ansprache an die Fische oder bis 5 Zählen) und dann erst aufrollen oder anders als in der Ausgangsposition reinkippen, um sich erst danacn unter Wasser zu sortieren...


so lange das üben Spass macht, gleich beide Seiten üben - wenn man eine perfekte Schokoseite hat wird man leicht bequem...

VivaLaNoche
soulUser

Ort: in der Nähe von Paderborn
Boote: Salto, Dagger G-Force 6.3, Prijon Invader

[überarbeitet am: 02.07.2010 10:52]

Hallo,


vielen Punkten kann ich nur zustimmen, diesem heir aber nur bedingt:


"Verlagere deinen Schwerpunkt zum Ende der Rolle weiter nach hinten, nah ran ans Boot. Und mit dem Kopf bleibst du mal möglichst lange im Wasser." ( von Terry)


Auf leichtem und tiefem Wasser ok, kann man machen, im Wild- und Wuchtwasser würde ich davon aber abraten, da du so viel Gewicht auf dem heck des Bootes hast und so eventuell hinten absäufst (beim Speedo gar nicht so unwahrscheinlich denke ich) ,stützen musst und viel Zeit und Kontrolle verlierst. Außerdem kann es zu unnützen Verletzungen Führen, wenn du den oberkörper hinten auf dem Boot hast, da dein Gesicht schutzlos ist dieses Video hab ich in nem anderem Forum gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=_P7kKh8TvCM&feature=related


Ist zwar nicht das resultat einer misslungenen Rolle, die Körperhaltung ist aber die selbe, gut ist zu erkennen, das der PAddler fast garkeine Kontrolle mehr hat da er das Gewicht bzw. den Oberkörper nach hinten verlagert. Ein Kumpel von mir hatte bei soner Aktion weniger Glück und hat sich nen Zahn ausgeschlagen, der dann unterhalb der unterlippe ausgetreten ist.


 


Ich persönlich fange vorne an mit der Rolle so wie du und ab der Hälfte, also kurz bevor mein Oberkörper im 90 Grad Winkel zum Boot steht drehe ich das Paddel ein bisschen & gehe mit dem Oberkörper wieder nach vorne, so ist mein Gesicht immer geschützt und ich habe das Paddel wieder direkt vorne und kann sofort aggieren.


Zerreist meinen Kommentar in der Luft wenn ihr wollt;-)


Schöne Grüße und viel Spaß beim PAddeln


Pirayak

Manu88
soulUser

Ort: n/a
Boote: Fluid Flirt S

@VivaLaNoche


genauso mach ichs auch! ich geh mit dem oberkörper bis ca. 90 grad nach hinten und lehn ihn dann wieder nach vorne. Das verringert das momentum und man hängt nicht so weit hinten drin und is dadurch stabiler. Außerdem hab ich mir anfangs immer gemerkt, dass ich das Paddel möglichst flach halte und mit dem Paddel ein bisschen weiter weg vom Boot anfange, so bei 30 grad. etwa so: http://www.youtube.com/user/rollingpinball#p/u/3/T6LrLdDQmXs

Terry
soulUser

Ort: Düren
Boote: Xeno, Speedo, G-force, NRG,(Canadier:)Trip, Outside

Ich sag ja nicht dass er sich hinlegen soll. Er soll nur etwas mehr Hüfte machen. Und wer vorne ist kann keine Hüfte machen.

Nach vorne muss man am Ende immer wieder gehen. Gar keine Frage. Ich drück mich auch gerne nach nem halben Bogenschlag mit ner flachen Stütze aufm inaktiven Paddelblatt hoch und geh dabei nach vorn.


Aber saubere Technik nenn ich das nicht.

Und zu dem Lehrvideo. Steht da nicht was von: Werfe den Oberkörper zurück um das Trägheitsmoment zu reduzieren.

Ich dachte so ziemlich genau das hätte ich geschrieben.




hardwater
soulUser

Ort: Erde
Boote: Eskimo Topo, Riot Dominatrix, etc.

Ich kann da nur sagen, nicht immer auf alles hören was irgendwelche "Pros" sagen !


Such mal Videos bzw. Technik Beschreibungen zur "Combat Roll" und dann heisst es üben üben üben und noch mal üben.



Um es mal zusammen zufassen:


Reinfallen, sofort nach vorne beugen und Gesicht auf die Spritzdecke, zeitgleich das Paddel an einer Boots-Seite anlegen und dann umgehend mit dem "Bogenschlag" beginnen. Dann noch einen guten Hüpftknick dazu und du solltest oben sein und das Paddel liegt bereit um wieder loszupaddeln.

Manu88
soulUser

Ort: n/a
Boote: Fluid Flirt S

Zitat von hardwater
Ich kann da nur sagen, nicht immer auf alles hören was irgendwelche "Pros" sagen ! 


Wenn du an einem Beitrag was auszusetzen hast, lass hörn! Bin für Verbesserungsvorschläge jederzeit offen.


cheers

hardwater
soulUser

Ort: Erde
Boote: Eskimo Topo, Riot Dominatrix, etc.

???


Bist du einer der "Pros" ???

Manu88
soulUser

Ort: n/a
Boote: Fluid Flirt S

[überarbeitet am: 03.07.2010 23:07]
Ich hab eig nich von mir persönlich geredet. Aber es kann mich ja trotzdem interessieren.
hardwater
soulUser

Ort: Erde
Boote: Eskimo Topo, Riot Dominatrix, etc.

"....Olli Grau schreib dagegen (im KM) "Viel mehr Rolle braucht kein Mensch: Wer die Bogenschlagrolle perfekt und beidseitig kann, kommt überall wieder hoch....."



Nun z.b. diesen Satz finde ich schon speziell .....und deckt sich nicht mit meinem praktischen Erlebnissen.


Die Bogenschlagrolle ist sicher für viele Situationen ok, aber eben nicht für alle. Es ist immer besser mehr als nur eine Rolltechnik zu können.


herb
soulUser

Ort: Mannheim
Boote: Pyranha h3:245, Pyranha Recoil-M, Prijon Release

Hallo Stefan, ich hab schon vielen im Schwimmbad das Rollen beigebracht.


1. Umkippen


2. Kurze Pause wenn du unten bist.


3. Paddel parallel zum Boot


4. Kurz Loslassen, damit du weisst, dass es an der Wasseroberfläche ist.


5. Vorderes Paddelblatt, auch die richtige Lage achten.


6. Nach hinten etwas rausdrehen und um 45 Grad an der Wasseroberfläche bewegen.


7. Auf keinen Fall vorher ziehen oder Hüftknick


8. wenn du bei ca. 45 Grad bist, ziehen und kurz danach, wenn du Druck auf dem Paddel spürst -> Hüftknick.


9. Aufdrehen und Luft holen !



Ich weiss, steht so in keinem Lehrbuch, funktioniert aber !


Gruß


Herby

herb
soulUser

Ort: Mannheim
Boote: Pyranha h3:245, Pyranha Recoil-M, Prijon Release

Hi Stefan,


vergiss meine vorherige Antwort, hab mir mal das Video angeschaut, sieht doch klasse aus. Jetzt noch auf der anderen Seite und mehr Rolle braucht kein Mensch.


Vielleicht kannst du ja meine Tips an Einsteiger weitergeben.


Gruß


Herby

ropla
soulUser

Ort: n/a
Boote: n/a

Zitat von StefanR
  http://www.stefanrohloff.de/temp/018.mpg Stefan


Zu viel Paddel, zu wenig Hüfte = Hau-Ruck-Rolle.


Warum rollst du nicht durch?

RockingPhil
soulUser

Ort: n/a
Boote: Big Dog Kaos

Technik in der Hüfte ist übrigens das Wichtigste, dann rollste auch mit nem Schokoriegel - oder zur Not mit den Ohren ;-)
StefanR
soulUser

Ort: Wangen im Allgäu
Boote: Speedo

[überarbeitet am: 05.07.2010 10:44]

Vielen Dank für all Eure Anregungen! Mir macht das Üben viel Spaß und ich freue mich schon darauf, mich beim nächsten Mal an dem einen oder anderen Tipp zu versuchen.


Gesamttenor hab ich kapiert: Hüftknick üben um Kraft zu reduzieren.


Das mit der Combat Roll hab ich trotz Googlen und Videosgucken nicht so ganz verstanden. Ist das eine spezielle  Rollentechnik oder bedeutet das nur, dass man viele Variationen parat haben soll, damit man dann im Eifer des Gefechts (Combat) die passende Rollenart anwenden kann?


Und das mit der Endposition bei der Bogenschlagrolle: Ihr seid Euch also einig, dass es nicht so wie links im Bild (Jens Reinhold) sondern so wie rechts im Bild (Olli Grau) aussehen soll, oder? Das wäre auch mein Ziel ...


http://www.stefanrohloff.de/temp/Bogenschlagrolle.jpg



Danke nochmal!


Stefan


 

ropla
soulUser

Ort: n/a
Boote: n/a

Zitat von StefanR
rechts im Bild (Olli Grau) 


das sieht mir , um dich nun komplett zu verwirren  :-) , eher nach einer C-to-C-Rolle aus.

kenny
soulUser

Ort: Düren
Boote: Pyranha Prozone 225, Robson TT,

vielleicht hilft es dir die rollbewegung im trockenen zu üben???
das hat mir komischerweise sehr viel gebracht als ich das rollen geübt habe.
das boot auf den boden,reinsetzen,umkippen,bogenschlag ausführen und hüfte.
nach ein paar versuchen bin ich wieder aufs wasser und siehe da, es hat geholfen.

mittlerweile sitzt die rolle bei mir beidseitig sicher, doch das allein reicht manchmal nicht.
sinnvoll wäre es wenn die normale rolle sitzt, noch die rolle von hinten zu üben.
nicht immer ist die möglichkeit gegeben unter wasser das paddel zu legen, falls man es nicht geschafft das paddel vor dem kentern in die richtige position zu bringen.
superior
soulUser

Ort: Südstaaten
Boote: Allstar, Habitat

hmmmm, ich sags Dir gerne noch einmal, auf dem Olli-Foto siehst Du es auch: Blick aufs Aktoionspaddel und alles wird gut.
StefanR
soulUser

Ort: Wangen im Allgäu
Boote: Speedo

[überarbeitet am: 18.07.2010 17:56]





Wollte Euch noch Rückmeldung geben, wie ich mit Euren Tipps zurecht gekommen bin:


„Dem Paddelblatt mit dem Kopf folgen“: Das kann ich schon machen, der große Aha-Effekt kam dabei aber leider nicht. Kent Ford macht das in seinem Lehrvideo (http://vimeo.com/5208125) auch so, hab ich gesehen. Mir ist nur nicht ganz klar, was der Gewinn ist, wenn man dem Paddelblatt mit dem Kopf folgt?


„Boot gut fitten“: Es war tatsächlich so, dass ich mich nach jeder Rollen erst mal wieder im Sitz richtig hinrutschen musste. Die Schenkelstützen passten dagegen gut. Jetzt habe ich den Sitz eng gefittet, sogar zu eng, so dass es so nicht bleiben kann. Aber trotzdem verändere sich meine Sitzposition durch das Rollen etwas. Nehme fast an, das geht nicht anders.


„Mehr auf Hüftknick achten“: Das war für mich ein Schlüssel! :) Mir hat dabei folgender (zugegeben etwas komischer) Gedanke stark geholfen (vielleicht nützt das ja mal jemandem): Unter Wasser versuche ich mir vorzustellen, ich sei ein Hochspringer und müsse meinen Po über die Latte bringen! Je mehr ich mir das eingeredet habe, desto besser hat’s geklappt. :)


„Paddel zu Beginn abspreizen“: Dies fand ich sehr effektiv und es war (neben dem Hüftknick) der zweite Punkt, der mir viel gebracht hat, um die Rolle „leichtgängiger“ zu machen. Zu sehe ist das schön in dem Video zur Kurzen Rolle (http://www.youtube.com/user/rollingpinball#p/u/3/T6LrLdDQmXs), das Manu88 erwähnt hat.


„Combat Roll“: Das ist mir immer noch nicht klar. Nach diesem Video (http://www.youtube.com/watch?v=pMeXPp9FAc0)  gehe ich mal davon aus, dass das keine spezielle Technik ist, sondern die Fähigkeit durch viele Techniken immer hochzukommen!?


„C to C Roll“: Heißt das auf deutsch Paddelhangrolle? Die "Kurze Rolle" ist wohl irgendwo zwischen Bogenschlag und Paddelhang. Statt 0° oder 90° Ausgangsstellung: ca. 30° und dann nur noch ein kleiner Bogen ...


„Trockenübungen“: Hab ich jetzt nicht probiert, kann ich mir aber gut vorstellen.


 


Danke nochmal!


Stefan

fichtenelch
soulUser

Ort: Northern Bavaria & München-Pas
Boote: Prijon Machine, Eskimo Zwo etc., wenns hart kommt den Kendo

Zitat von herb
4. Kurz Loslassen, damit du weisst, dass es an der Wasseroberfläche ist.


Aber bitte nicht im Wildwasser, sonst häufen sich hier die Einträge in "Verloren/Gefunden".


Gruß Fichtenelch

shovelhead
soulUser

Ort: France
Boote: Pyranha Karnali L - Necky Zoar Sport

Mir hilft die Vorstellung "ich rolle wie beim Hochsprung über die Latte". Seit ich das hier im Forum neulich gelesen und selbst probiert habe, ist die Rolle wieder ein Stück sicherer geworden.



Tobi
soulUser

Ort: Freiburg
Boote: Klepper Aerius II Aldi Schlauchboot

Zitat von StefanR
Wollte Euch noch Rückmeldung geben, wie ich mit Euren Tipps zurecht gekommen bin:„Dem Paddelblatt mit dem Kopf folgen“: Das kann ich schon machen, der große Aha-Effekt kam dabei aber leider nicht. Kent Ford macht das in seinem Lehrvideo (http://vimeo.com/5208125) auch so, hab ich gesehen. Mir ist nur nicht ganz klar, was der Gewinn ist, wenn man dem Paddelblatt mit dem Kopf folgt?


Die Bewegung des Kopfes bestimmt die Bewegung des Rumpfes. Der Kopf führt praktisch die Rumpfbewegung. Unsere Bewegungsmuster sind halt so organisiert, was ja auch Sinn macht.


Wenn Du also beim Rollen nach deinem Arbeitsblatt schaust hat das folgenden Effekt:


Du machst eine gekoppelte Seitneigung/Rotation zum Arbeitsblatt hin. Dies nennt man auch "Hüftknick" und darüber hinaus hat es den Effekt. dass der Kopf als letztes Körperteil aus dem Wasser kommt. So wird das ja auch "lehrbuchmäßig" unterrichtet.


Wenn Du hingegen beim Rollen zur anderen Seite schaust - passiert vielen Anfängern, aber auch mir selbst immer mal wieder, weil man auf der ja so schön Luft holen kann und sowiso schnell mit dem Kopf aus der Angstzone raus will - dann machst Du automatisch eine Seitneigung/Rotation (sprich Hüftknick) zur falschen Seite. Du kriegst zwar kurz Luft, aber nur kurz und aus dem Wasser kommst Du nicht.


Desshalb: Immer schön nach dem Arbeitsblatt schauen, und wenn Du jetzt noch dass Paddel in der Phase wenn es ca. senkrecht zum Boot steht kraftvoll in Verlängerung des Paddelschaftes von Dir wegstößt, dann fliegst Du förmlich aus dem Wasser (und auf der anderen Seite wieder rein)


So funktioniert das Rollen einfach und man braucht sich in Aktion keine Hochsprunglatten vor-, oder Überlegungen über die Richtung des Hüftknicks anstellen.


Wenn ich auf dem Bach rollen muss ,gebe ich mir gedanklich immer den Befehl: Schau nach dem Paddel. Dann klappt es fast immer. Wenn ich das mal vergesse klappt  es oft nicht.


Gruß


Tobi

StefanR
soulUser

Ort: Wangen im Allgäu
Boote: Speedo

Danke Tobi für die Infos. Ich bin etwas wasserscheu und mache so oft die Augen erst nach der Rolle wieder auf ;-) Gestern war das Wasser eh undurchsichtig. Aber ich muss dass noch mal mit Brille nachvollziehen. Ich dachte, das mit dem Kopf-Richtung-Paddel wäre nur zum Training. Du machst das auch im Ernstfall? Dachte, da schaut man sowieso Richtung Fluss ... ?!
Tobi
soulUser

Ort: Freiburg
Boote: Klepper Aerius II Aldi Schlauchboot

Aber ja, ich mach das auch im Ernstfall.


Wen Du in Richtung Fluss, also nach vorne/oben schaut, bekommt man keinen Hüftknick hin und die Rolle wird nix. Es sei denn man ist der motorische überflieger und kann in so 'ner Situation di Obere WS zur einen, und die untere zur andern neigen.


gewöhn Dir auf jeden Fall an, beim Rollen die Augen unter Wasser zu öffnen.


Den hüftknick kannst Du auch gut z.B. am Baggersee üben, indem du dich im Uferbereich bei ca. 50 cm Wassertiefe mit dem Paddel am Grund abstützt:


Jetzt kannst Du das Boot mehrmals hintereinander aufrichten und wieder "kentern" ohne dabei mit dem Kopf aus dem Wasser zu kommen. Noch besser geht das wenn jemand im Wasser steht und dein Paddel an der Oberfläche hält.



Gruß


Tobi

jaash
soulUser

Ort: n/a
Boote: n/a

ganz normale rolle von vorne mit rundschlag auf beiden seiten



im wildwasser würde ich gar nichts anderes anraten wegen der verletzungsgefahr...



ale anderen arten sind optional super und wenn sicher auch tauglich fürs ww aber ales eigentlich nur für rodeo bzw slalom _ weils da schnel gehen muß und das risiko meißtens besser abzuschätzen ist



was das obrige video angeht


http://www.youtube.com/watch?v=_P7kKh8TvCM&feature=related



dessen problem ist nicht der helm sondern die etwas passive fahrweise schon oben und die daraus resultierende linie, die ihn unten rückwärts im strömungswaser fahren lässt _ bis dahin eigentich alles halbsowild wenn er sich einfach für gegigenes rückwärtsfahren entschieden hätte - die stromschnelle ging ja eh nur noch 3m weiter


treibenlassen und auflaufen auf den stein wäre auch nicht so schlimm gewesen wenn er weiterhin die linke kante oben gelassen hätte und sich nicht in die welle hätte fallen lassen - der stein wäre zum kentern wahrscheinlich gar nicht notwendig gewesen hat aber gut nachgeholfen _ und in der situation muß man sich entscheiden - entweder reinfallen und kopf nach vorne aufs spritzdeck und schnell rollen bzw bis unten warten oder langes paddel und in großen bögen stützen - nur paddel aufm grund geht halt eben gegen die strömung nicht- deswegen verliert er ja sein padde auch aus der hand... ansonsten wäre dieses video auf jeden fall auch eben die berühmte ausnahme und es hätte sich angeboten(wenn man es denn kann) auf die art zu rollen wie es oben schon angedeutet wurde


http://www.youtube.com/user/rollingpinball#p/u/2/pmFQnGJ5xGU



ich glaube ich hätte mich einfach kopfüber runtertreiben lassen und wäre unten entspannt gerollt oder hätte gewartet bis mich einer anfährt



das problem ist auf jeden fal hier nicht der helm gewesen- hätte aber guten schutz gebracht und sowas passiert ja schneler als man denkt - mir immer nur wenn ich mich irgendwo so luschig runtertreiben lasse ..


 
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